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Physiotherapie für Equiden


Ein gelöstes Fasziensystem ist das Fundament!
Stress im Training oder im Stall, Tritt- oder Bissverletzung, Über- und Unterforderng, Ausrutschen, Fehltritt, Operation, Zahnbehandlung, Sattel- / Geschirrdruck, Narben, Wachstum, frieren etc. sind alles Faktoren, die zu Verspannungen und Blockaden führen können.

Pferde sind Fluchttiere mit dem Hauptziel zu Überleben. Ist ein Pferd verletzt, kann es den schmerzhaften Körperbereich mittels Kompensationsmusters entlasten. Muskeln mit ähnlichen Funktionen übernehmen die Arbeit der verletzten Stelle. So ist es dem Pferd möglich, sich trotz Schmerzen fortzubewegen. Teilweise sieht man aufgrund dieses Kompensationssystems keine starke Lahmheit. Erst beim genaueren Betrachten stellt man fest, dass die Bewegung nicht durch die korrekten Muskelketten ausgeführt werden.

Diese Kompensationsverspannungen entstehen sehr schnell und sind wichtig für das Funktionieren des Pferdes. Ist die verletzte Stelle jedoch verheilt und kann seine Funktion wieder einnehmen, werden die Kompensationsmuskeln nicht aufhören zu kompensieren. Es führt langfristig zu einer Überlastung dieser kompensierenden Muskelketten. Anfänglich kommt es muskulär zu Dysbalancen, später jedoch manifestiert sich dies im Skelett (Struktur) selbst.

Vorteile der Muskel- / Faszientherapie:
* Die Durchblutung des Gewebes wird verstärkt, was zu einer besseren Versorgung der Zellen mit Sauer- und Nährstoffen als auch zu einem beschleunigten Abtransport der Stoffwechselprodukte führt
* Schwellungen werden schneller abgebaut
* Verspannte Faszien- und Muskelstrukturen werden gelöst
* Entspannung durch die Erwärmung der Muskulatur
* Die Freisetzung von Endorphine (körpereigene Schmerzhemmer) reduziert Schmerzen
* Harn- und Kotabsatz werden gefördert
* Förderung des natürlichen Energieflusses und der Selbstheilungskräfte
* Regelmässige Behandlungen schaffen Vertrauen und Verletzungen/Störungen werden frühzeitig erkannt
* Sowohl psychischer wie auch physischer Stress werden gelindert

Welche Pferde profitieren können:
* Sportpferde (Lockerung, Leistungsoptimierung)
* Rehapferde (Kompensationsverspannungen werden gelöst, Heilungsprozess wird aktiviert, Muskelaktivierung trotz Schonzeit)
* Junge und alte Pferde (Körpergefühl stärken, Stressreduktion, Mobilisation)
* Pferde mit Verhaltensauffälligkeiten (Entspannung auf psychischer Ebene, Vertrauensaufbau)


Triggerpunktbehandlung
Triggerpunkte sind schmerzhafte und druckempfindliche Punkte im Muskel / Faszien. Sie können einen Übertragungsschmerz auslösen, der manchmal lokal begrenzt ist, häufig aber auch in weitere Faszienfläche ausstrahlt. Die betroffene (überstimulierte) Stelle verliert die Fähigkeit, sich aus dem kontrahierten Zustand zu befreien. Es bildet sich ein Kontraktionsknoten, der im Gegensatz zu Muskelkrampf dauerhaft bestehen bleibt. Ursachen von Triggerpunkten sind bspw. chronische oder akute Überlastung, Traumas oder auch Schiefe / Fehlstellungen des Tieres.

Anzeichen auf Triggerpunkte:
* Einseitig oder beidseitig verkürzte Tritte
* Gurt- oder Sattelzwang
* Geringe Nachgiebigkeit / Biegung des Genicks
* Geringe Leistungssteigerung trotz aufbauendem Training
* Häufiges Kopf- und Schweifschlagen
* Widersetzlichkeit, Nervosität oder Verhaltensauffälligkeiten

Nebst der klassischen Muskeltherapie verwendet man zur Triggerpunktbehandlung gezielte Kompressionstechniken, Dehnungen und Mobilisationsübungen. Dank der Schmerzreduktion wird die Wiederherstellung des freien Bewegungsablaufes erzielt. Durch die Auseinandersetzung mit den Schmerzsymptomen werden Faktoren, die zur Aktivierung von Triggerpunkten führen erkannt und ein gezieltes Trainingsprogramm kann so erstellt werden. Ziel der Muskelrehabilitation ist eine dauerhafte Verbesserung.